unterkunft

oder wie der australier auch sagt, "acommodation". man kann nur sagen, es ist hier richtig eklich. es ist definitiv nicht dass, was wir nach der beschreibung erwartet haben und auch bestimmt nicht dass, was man für den preis erwarten kann. ich finde wirklich nicht, dass ich überreagiere.ich werde sehen, dass ich noch ein paar fotos mache und die dann hochlade. zuerst einmal, der das haus ist schon von außen eklig. alte braune farbe, die überall ablättert, und ein alter eingang an der straße wurde einfach mit blättern verklebt. wenn man reinkommt, hat man durchgängig zusammengewürfeltes mobiliar in verbindung mit dreck und zerstörung. die farbe blättert ab, die tapete geht von der wand ab und dreck. dreck ist einfach überall. unser momentanes zimmer ist eigentlich ziemlich sauber, wobei das, wie uns von anderen gesagt wurde, wohl auch eher die ausnahme ist. 2 dt jungs die wir beim abendessen getroffen haben, meinten, sie hätten sich nach ihrer ankunft direkt 2 große flaschen mit putzmitteln gekauft und erst mal ihr komplettes zimmer geschrubbt. putzmittel kaufende jungs, das muss wirklich einen vernünftigen grund haben. verglichen mit den anderen haben wir auch wirklich ein luxus zimmer erwischt. falls ich es noch nicht erwähnt habe, denis und ich sind die einzigen die ein zimmer mit einem eigenen bad haben. alle anderen müssen sich ein bad, meistens getrennt nach male/female zu 10. teilen. das ist durchaus keine seltenheit. es ist zwar schlimm, aber es wäre nur halb so schlimm, wären die bäder nicht alle von grund auf verdreckt. zunächst eine kleine beschreibung eines typischen bads: ein komplett gefliester raum enthält eine ecke mit klo und waschbecken und eine mit einem duschkopf. beide seiten sind manchmal durch eine kleine wand getrennt. wenn man also duschen möchte, blockiert man in der regel auch eins der seltenen klos. während des duschens, läuft das wasser also auch durchs komplette bad. das heißt, wenn man ins bad kommt nachdem jemand duschen war, schwimmt man erst mal was rückwärts wieder raus und hat dazu an bestimmten tageszeiten auch noch einen netten haarteppich auf dem boden verteilt. wer ein bad ohne schuhe betritt, 1. verloren und 2. selbst schuld! die abflüsse im boden, der mädchenbäder, sind nicht selten mit einer min. mehrere wochen alten haarschicht verkrustet. weitere nette themen wie fußpilz u.ä. möchte ich an dieser stelle nicht behandeln. allerdings muss ich dazu sagen, dass ich vorgestern, als wir uns aus unserem bad ausgeschlossen hatten und ich in einem "öffentlichen" bad war, ich glaube die einzige funktionstüchtige heizung dort gesehen habe. andererseits hatte man dort auch das vergnügen, zur abwechslung zwar mal ein einer badewanne zu duschen, die allerdings mitten im raum stand und auch keinerlei duschvorhang hatte. neben den badezimmern sind die heizungen auch ein beliebtes thema für beschwerden. der gemeine australier hält wohl wenig davon im winter mal die heizung  anzumachen. alle deutschen hier im haus, die den winter hier verbacht haben, mussten sich, wenn sie nicht erfrieren wollten, einen eigenen kleinen heizlüfter kaufen. unfassbar! allerdings scheinen die australier auch nicht zu frieren. ich gehe fest davon aus, dass die kälteunempfindlich sind. man findet in fast jedem zimmer einen ventilator, der auch bei so netten temperaturen wie 15° ständig im betrieb ist. die fenster sind grundsätzlich und einfach verglast und schließen nicht richtig, sodass es auch dort ständig zieht. wir haben immer ein sehr nettes klima in unserem zimmer, da, wie gesagt, die fenster nicht schließen und die tür zum flur ca. 3 cm über dem boden endet. aber wir sind ja nicht blöd und haben, flexibel wie wir sind, unserem schlafzimmerteppich aufgerollt und vor den schlitz in der eingangstür gelegt.

mein persönliches lieblingsthema nr. 1 ist die küche. die küche ist eine kleine, primitiv eingerichtete gastro-küche. es gibt 3 waschbecken, einen großen gasherd mit 8 "platten" / kochstellen. des weiteren einen kühlraum und mehrere arbeitsplatten und einen rational (dampfgarer + backofen). ansonsten gibt es noch: müll, dreck, müll, dreck, müll, dreck und müll und dreck. sobald man diese küche betritt, weiss man eigentlich schon gar nicht mehr in welche richtung man sich drehen oder wenden soll weil einfach überall alles eingesaut ist. gegen etwas gegenstoßen ist fatal, man könnte klebenbleiben. hinzukommt, dass die küche wenn man sie betritt eigentlich grundsätzlich überfüllt ist. es könnte daran liegen, dass auch das haus ziemlich ausgebucht ist. momentan wohnen hier ca 100 jugendliche die alle abends zwischen 6 und 10 die küche benutzen wollen. die situation wir drastisch durch den umstand verschärft, dass die küche denkbar schlecht ausgerüstet ist. töpfe findet man grundsätzlich nie. und wenn dann doch, ein sehr seltener umstand, hat er keine henkel und meistens ist noch ein rest angebranntes am boden. es gibt 1 !! große pfanne und 2 pfannen in denen man vllt einen crepe machen kann. es ist schlicht und ergreifend ein horror dort zu kochen. die messer sind stumpf bis zum geht nicht mehr und es gibt auch nur 3. vorgestern regnete es tatsächlich mitten in die küche rein. das wasser im eimer unter dem loch war gelb. lovely! im kühlhaus findet man schälchen mit essen die dort schon min. seit 2 wochen stehn. fühlt sich anscheinend auch niemand verantwortlich für. mein erster eindruck als ich in die küche kam, war PTUZEN PUTZEN PUTZEN. alles raus, und alles sauber machen. es ist einfach nur wiederlich diesen raum zu betreten.

mein lieblingsthema nr. 2 sind die mitbewohner. ein von sich aus schon sehr heikles thema. wg = ach du scheiße, weg von hier. aber gut, ich habe mich zunächst überwunden und wir sind hier gelandet. die meisten hier vertretenen nationalitäten sind ertragbar. in der regel verhalten sich die asiaten, araber,südamerikaner und europäer vernünftig. das RIESEN problem sind die amis. eine RIESIGE grupper sind am gleichen tag wie wir angekommen und wie ein schwarm blutsaugender fledermäuse über das haus hergefallen. ein horror. seit letzter woche mittwoch schreien sie konsequent jeden abend durchs ganze haus. und da hier weder verhaltensregeln herrschen noch die rezeption nachts besetzt ist, kann den idioten niemand die meinung geigen und wir haben niemanden zum beschweren. denen etwas persönlich zu sagen ist ziemlich sinnlos, wie wir gestern nacht bei dem wochenhöhepunkt festgestellt haben. im gegensatz zu den vorangegangenen abenden war bereits gegen 12 uhr ruhe, allerdings auch nur bis 3. von 3 wurde konsequent bis 5 uhr auf dem flur direkt vor unserer tür rumgeschrien. denis erschien dann mal kurz auf dem flur, es folgte ein kurzes sorry, und nix weiter. das geschrei dauerte an. das resultat war eine sehr kurze nacht und heute morgen eine äußerst missmutige und müde caro.

die generelle wohnungssituation hat sich aber heute abend sehrst wahrscheinlich zum positiven gewundert. nachdem wir hier ca 4 tage hier waren und ich meinen ersten nervenzusammenbruch hinter mir hatte, kamen wir zu dem schluss, dass wir vllt umziehen sollten. gesagt, getan. direkt am nächsten morgen haben wir im internet nach passenden apartments gesucht und sogar 3 wohnungsbesichtigungen festgemacht. die waren allerdings alle eher enttäuschend. die lage zweier apartments war perfekt, allerdings die raumaufteilung in beiden fällen nicht der knüller. ein one bedroom apartment etwas außerhalb war so verdreckt und zugemüllt dass wir bereits nach der besichtigung des 1. zimmers gesagt haben, dass wir es nicht wollen. die maklerin war genauso eine richtig blöde kuh. wir waren ein wenig unter zeitdruck auf dem weg zu der besichtigung und denis hatte leider vergessen sich zu informieren wo wir denn hinmüssen, sodass wir zunächst ein wenig planlos durch die gegend irrten. wir haben aber immerhin rechtzeitig bescheid gesagt, dass wir später kommen, ca. 10 min. als wir letzendlich ankamen waren wir 15-20 min zu spät, weil wir uns einfach verlaufen haben. aber diese alte war einfach so unfreundlich, und hat uns zur begrüßung erst mal richtig blöd von der seite angemacht. unverschämtheit, ne halbe stunde zu spät zu kommen, sie hätte in der zeit ja 3 mal bis nach hause fahren können, es würden noch andere termine und wohnungsbesichtigungen folgen und die wären jetzt alle spät dran wegen uns... und so weiter und so weiter. naja. das apartment war scheiße, die maklerin war scheiße, wir habens nicht genommen und sind wieder gefahren. die anderen beiden apartments mitten in der city sahen vielversprechender aus. beide ziemlich zentral gelegen in RIESIGEN türmen, mit security eingang und beide jeweils mit kostenlosen indoor pool und gym. im ersten hätten wir allerdings im wohnzimmer wohnen müssen, abgetrennt hinter einem vorhang, auf 2 kleinen matrazen. ok, nichts für mich. im 2. apartment hätten wir zwar ein eigenes zimmer gehabt allerdings mit einem hochbett. nicht gerade das, was man sich so wünscht. außerdem war diese kleine wohnung mit 6 leuten insgesamt einfach überfüllt. heute meldete sich die frau die uns gestern die beiden apartments in den türmen gezeigt hatte, sie hätte noch ein angebot für uns, wenn wir möchten. da ham wa  natürlich schnell zugesagt. besichtigung war heute abend um 6. auch wieder sehr zentral gelegen, in einem riesigen turm mit security eingang und portier. dieser turm hat auch einen indoor pool und ein gym, aber dazu kommen noch ein whirlpool, ein raum mit tischtennisplatte, und jetzt kommt der knüller, einem indoor golfraum! :D den raum den sie uns zeigen wollte, befand sich mal eben im 45. stock. momentan wohnen da noch 5 leute insgesamt. die schwester der maklerin, ein französisches und ein chilenisches paar. die wohnung war super und einfach alles toll. letztendlich hat es folgendermaßen geendet. denis und ich werden vorraussichtlich, da wir noch keinen mietvertrag unterschrieben haben, ein 2 wochen, also am 20.9. einziehen. JUHUUUUUU das französische paar wird wieder nach frankreich fliegen und das chilenische paar haben wir quasi rausgeschmissen. die chilenen wohnen leider grade noch im wohnzimmer. wenn man also die wohnung betritt steht man erst mal einem riesigen lila vorhang gegenüber, hinter dem sie ihr matrazenlager aufgeschlagen haben. das ist nicht sehr schön, außerdem ist die wohnung dann wieder so überfüllt. mag ich nicht. die maklerin bot uns als an, wenn wir möchten, können wir das wohnzimmer auch "mieten", dann würden die chilenen ausziehen, wir müssten nur ein wenig mehr bezahlen. da die entscheidung bei mir lag, hehe, mussten sie gehn. aber es ist jetzt nicht so schlimm, wie es sich anhört. den chilenen wird eine unterkunft angeboten, die ungefähr ihrer jetzigen entspricht. sie haben 2 wochen um sich etwas anderes zu suchen, wenn ihnen die alternative nicht gefällt. und in sydney sind 2 wochen wirklich viel zeit wenn man umziehen möchte, da wirklich überall und ständig zimmer in wgs angeboten werden. es wird also folgendermaßen aussehen. wir werden uns diese wohnung zu 3. teilen. die 3. ist eine koreanische studentin. wenn die annähernd so nett ist wie ihre schwester, die maklerin, werden wir keine probleme mit ihr haben. denis ist sowieso schon glücklich, da er eine eigene, saubere und funktionierende küche haben wird. uns wurde zugesichert, dass für den preisaufschlag bei der miete, der eigentliche vermieter auch noch eine komplette wohnzimmer einrichtung mit bettsofa, tivi und tisch kaufen würde. na was will man mehr :D die nächsten 2 wochen können wir es also ziemlich locker angehen lassen, da wir wissen, das grauen hat ein ende.  der arme denis musste allerdings im vorfeld ein wenig leiden. ich hatte mich nämlich bei meiner sprachschule erkundigt, wie es mit einem wohnungswechsel aussieht da ich die unterkunft vor reiseantritt bereits komplett im vorraus bezahlen musste. da mir die unterkunft durch die sprachschule vermittelt worden war, wollte die zuständige mitarbeiterin von mir wissen, warum ich ausziehen möchte. man bemerke: ich habe mich nicht beschwert, ich bin nach den gründen für meinen gewünschten auszug gefragt worden und habe lediglich wahrheitsgemäß geantwortet. ich habe ihr also erzählt, dass ich mich dort nicht wohlfühle, mich alles anekelt und ihr auch einige beispiele genannt. das alles veranlasste sie dazu, dem manager unserer unterkunft eine mail zu schreiben und ihn auf die missstände anzusprechen. der manager hat es ganz offensichtlich als beschwerde aufgefasst, da er denis, als er ihm heute tagsüber begegnete, leider auf diese mail ansprach. er war zwar nicht böse aber trotzdem wohl ein wenig angepisst. schade für denis, da er damit eigentlich nix zu tun hatte. aber gut. ist passiert und ich krieg wohl auch noch  mein fett weg...

 

3.9.08 13:13

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