update

hm also in letzter zeit hat sich nicht wirklich viel neues ereignet. hm ich glaube ich habe die grippe, weil das wetter ungefähr alle 2 tage wechselt. am wochenende wars unglaublich heiß und komplett sydney war am strand, sodass ich alle geschäfte zum shoppen für mich alleine hatte :D während dann heute alle wie ein krebs aussahen, war es wieder schweinekalt und wir hatten vllt 18°. nein, das war gar nicht nett. vor allem weil heute morgen als ich losging noch gutes wetter war, und auch sehr warm. als ich dann in shorts in der schule saß, naja fings auf einmal an zu regnen. schade. so langsam fangen wir auch an die club szene in sydney kennen zu lernen. ist ein wenig anstrengend, weil die blöden clubs alle ne ewigkeit auseinander sind. aber immerhin muss man keinen eintritt bezahlen. das hat wiederum zur folge, dass man dann auch mal leute in schlappen/hausschuhen trifft. ich konnte es wirklich nicht glauben, aber dieser kerl war doch tatsächlich in birkenstocks im club. auf meine nachfrage hin, was er sich denn dabei gedacht hätte, kam nur: oooh die sind so bequem. aber verdammte scheiße, man geht doch nich weg weil mans bequem haben will? dann kann man auch auf der couch sitzen, chips mampfen und fett werden. unglaublich. man glaubt es kaum, aber ich fange wirklich an zu kochen. es ist ein horror. aber was bleibt einem übrig, wenn der koch abends nie zuhause ist um essen zu kochen? hungern oder selber tätig werden. das erste hab ich auch ausprobiert, aber ist nich wirklich zu empfehlen. aber dann kam meine rettung. es gibt ja aldi in sydney. ich weiss sogar schon von zwei. und man glaubt es kaum, aber sie haben meine heißgeliebten käsenudeln. sämtliche abendessen sind gerettet. als ich sie gesehen habe, ich war einfach nur glücklich. man kann es sich kaum vorstellen, aber ich war überglücklich bei dem anblick einer packung mit fertignudeln. aber wenn man die alternativen abwägt, dann kann das glaub ich jeder verstehen. die kulinarische szene in sydney ist nicht wirklich ausgeprägt. was man relativ häufig sieht, also alle 3 meter, sind asia imbisse. gut. ab und zu ist das ja mal nett, bloß die bieten auch alle das gleiche an. irgendwann will man nicht mehr. die alternativen sind rar. ab und zu, findet man noch einen salat/sandwich imbiss. sehr viel seltener einen türken. jaaa, auch hier gibts döner. aber an den hab ich mich noch nich ran getraut. aber das größte problem mit den ganzen asia dingern und auch den anderen essenständen ist folgendes: alles macht spätestens um halb 7 zu. das ist doch blöd. wenn man später als halb 7 essen will, ist man GEZWUNGEN selbst zu kochen. aus diesem und anderen gründen schlag ich mich deshalb regelmäßig durch die supermärkte sydneys. mein momentaner liebling ist woolworth. einmal hab ich mich sogar schon in einen china-supermarkt reingetraut. war aber auch schnell wieder draußen. ich versteh einfach nix. da steht alles nur in chinesisch. das versteht doch kein schwein. aber chinesich lernen kommt nicht in frage. die chinesen sind verrückt. aber nur fast so verrückt wie die japaner. die können sich nicht entscheiden ob sie von rechts nach links oder von links nach rechts und von oben nach unten schreiben. das is doch gestört. wie soll man denn da irgendwas lesen? außerdem sind den japanern die ich kenne, gummibärchen zu süß. aber cola geht. ist ja nich so, dass cola min 500mal so süß ist. gestört. aber davon mal abgesehen sind sie doch ganz nett. eine von den japanerinnen ist sogar noch kleiner als manu. ich dachte, ich seh nich recht. aber es war wirklich so. und es gibt noch mehr von so kleinen frauen. die gehn mir sogar mit hohen schuhen nur bis zum bauchnabel :D knüller. also manu falls du das liest, fahr nach japan. die sind da alle was kleiner. also ich will dich jetzt nich generell loswerden, aber du kannst da bestimmt gut kleidung kaufen. apropros kleidung kaufen. ich hab mich mittlerweile an die hiesige mode gewöhnt. so kleidchen sind doch ganz praktisch wenns wärmer wir :P problematisch wirds nur, wenn man an einer vollbefahrenen extrem windigen kreuzung mit schweren taschen in beiden händen steht. aber da haben die ampelmasten einen guten dienst erwiesen. wir haben, also denis hat, letzte woche auch knödel selber gemacht. die waren wirklich sehr lecker. dazu gabs schweinebraten und eine zwiebel-sahne-senf soße. ich habe mir heute abend wraps gemacht. da war ich auch schon sehr stolz auf mich. UND ich kann jetzt orangen filettieren. (lob ist an dieser stelle sehr gern gesehn.) wir sind ja auch mittlerweile umgezogen. und unsere mitbewohnerin wird immer merkwürder. generell ist sie ein eher harmloser zeitgenosse. aber allein schon ihr lebensstil ist merkwürdig. sie geht regelmäßig jeden abend so gegen 11/12 uhr aus. kommt dann mitten in der nacht wieder. normalerweise steht sie dann am nächsten tag gegen 2/3 uhr auf. ich glaube nicht dass sie arbeiten oder studieren geht. die zeit hat sie gar nicht. außerdem besteht ihr zimmer nur aus klamotten. sie spricht auch noch sehr komisch. ich muss immer 3 mal nachfragen bevor ich verstehe was sie meint. dass ist mir langsam echt peinlich, aber ein blödes grinsen meinerseits auf ihre frage hin, ist auch nich viel besser. denis vermutet, dass die drogen nimmt. langsam finde ich diese idee echt nich mehr so abwegig. heute morgen, hab ich auch einen fremden kerl in der küche gefunden. ich war fröhlich meinen lunch am kochen, als da auf einmal so ein fuzzi neben mir auftauchte. freundlich wie ich nun mal bin, hab ich mich auch direkt richtig gut mit ihm unterhalten. das ganze lief ungefähr so ab: " oh this is a wunderful day, isnt it?" - "yes!" - "where are you from?" - "germany!". kaum gesprochen, da nahm er schon seine schuhe und war aus der tür. der mann sah aber auch verwirrt aus. naja, auf eine erklärung warte ich bis jetzt noch, und ich glaube auch, ich kann ewig warten. der denis muss seinen driss hier einfach selber reinschreiben.

29.9.08 14:09, kommentieren

übrigens

der denis hat seinen koffer zurück. es wurde zwar in honkong ein wenig drin rumgewühlt, aber immerhin, er ist da. und es ist auch noch drin. denis hat seine messer zurück, ist glücklich, und ich bin abgeschrieben....

1 Kommentar 4.9.08 16:11, kommentieren

unterkunft

oder wie der australier auch sagt, "acommodation". man kann nur sagen, es ist hier richtig eklich. es ist definitiv nicht dass, was wir nach der beschreibung erwartet haben und auch bestimmt nicht dass, was man für den preis erwarten kann. ich finde wirklich nicht, dass ich überreagiere.ich werde sehen, dass ich noch ein paar fotos mache und die dann hochlade. zuerst einmal, der das haus ist schon von außen eklig. alte braune farbe, die überall ablättert, und ein alter eingang an der straße wurde einfach mit blättern verklebt. wenn man reinkommt, hat man durchgängig zusammengewürfeltes mobiliar in verbindung mit dreck und zerstörung. die farbe blättert ab, die tapete geht von der wand ab und dreck. dreck ist einfach überall. unser momentanes zimmer ist eigentlich ziemlich sauber, wobei das, wie uns von anderen gesagt wurde, wohl auch eher die ausnahme ist. 2 dt jungs die wir beim abendessen getroffen haben, meinten, sie hätten sich nach ihrer ankunft direkt 2 große flaschen mit putzmitteln gekauft und erst mal ihr komplettes zimmer geschrubbt. putzmittel kaufende jungs, das muss wirklich einen vernünftigen grund haben. verglichen mit den anderen haben wir auch wirklich ein luxus zimmer erwischt. falls ich es noch nicht erwähnt habe, denis und ich sind die einzigen die ein zimmer mit einem eigenen bad haben. alle anderen müssen sich ein bad, meistens getrennt nach male/female zu 10. teilen. das ist durchaus keine seltenheit. es ist zwar schlimm, aber es wäre nur halb so schlimm, wären die bäder nicht alle von grund auf verdreckt. zunächst eine kleine beschreibung eines typischen bads: ein komplett gefliester raum enthält eine ecke mit klo und waschbecken und eine mit einem duschkopf. beide seiten sind manchmal durch eine kleine wand getrennt. wenn man also duschen möchte, blockiert man in der regel auch eins der seltenen klos. während des duschens, läuft das wasser also auch durchs komplette bad. das heißt, wenn man ins bad kommt nachdem jemand duschen war, schwimmt man erst mal was rückwärts wieder raus und hat dazu an bestimmten tageszeiten auch noch einen netten haarteppich auf dem boden verteilt. wer ein bad ohne schuhe betritt, 1. verloren und 2. selbst schuld! die abflüsse im boden, der mädchenbäder, sind nicht selten mit einer min. mehrere wochen alten haarschicht verkrustet. weitere nette themen wie fußpilz u.ä. möchte ich an dieser stelle nicht behandeln. allerdings muss ich dazu sagen, dass ich vorgestern, als wir uns aus unserem bad ausgeschlossen hatten und ich in einem "öffentlichen" bad war, ich glaube die einzige funktionstüchtige heizung dort gesehen habe. andererseits hatte man dort auch das vergnügen, zur abwechslung zwar mal ein einer badewanne zu duschen, die allerdings mitten im raum stand und auch keinerlei duschvorhang hatte. neben den badezimmern sind die heizungen auch ein beliebtes thema für beschwerden. der gemeine australier hält wohl wenig davon im winter mal die heizung  anzumachen. alle deutschen hier im haus, die den winter hier verbacht haben, mussten sich, wenn sie nicht erfrieren wollten, einen eigenen kleinen heizlüfter kaufen. unfassbar! allerdings scheinen die australier auch nicht zu frieren. ich gehe fest davon aus, dass die kälteunempfindlich sind. man findet in fast jedem zimmer einen ventilator, der auch bei so netten temperaturen wie 15° ständig im betrieb ist. die fenster sind grundsätzlich und einfach verglast und schließen nicht richtig, sodass es auch dort ständig zieht. wir haben immer ein sehr nettes klima in unserem zimmer, da, wie gesagt, die fenster nicht schließen und die tür zum flur ca. 3 cm über dem boden endet. aber wir sind ja nicht blöd und haben, flexibel wie wir sind, unserem schlafzimmerteppich aufgerollt und vor den schlitz in der eingangstür gelegt.

mein persönliches lieblingsthema nr. 1 ist die küche. die küche ist eine kleine, primitiv eingerichtete gastro-küche. es gibt 3 waschbecken, einen großen gasherd mit 8 "platten" / kochstellen. des weiteren einen kühlraum und mehrere arbeitsplatten und einen rational (dampfgarer + backofen). ansonsten gibt es noch: müll, dreck, müll, dreck, müll, dreck und müll und dreck. sobald man diese küche betritt, weiss man eigentlich schon gar nicht mehr in welche richtung man sich drehen oder wenden soll weil einfach überall alles eingesaut ist. gegen etwas gegenstoßen ist fatal, man könnte klebenbleiben. hinzukommt, dass die küche wenn man sie betritt eigentlich grundsätzlich überfüllt ist. es könnte daran liegen, dass auch das haus ziemlich ausgebucht ist. momentan wohnen hier ca 100 jugendliche die alle abends zwischen 6 und 10 die küche benutzen wollen. die situation wir drastisch durch den umstand verschärft, dass die küche denkbar schlecht ausgerüstet ist. töpfe findet man grundsätzlich nie. und wenn dann doch, ein sehr seltener umstand, hat er keine henkel und meistens ist noch ein rest angebranntes am boden. es gibt 1 !! große pfanne und 2 pfannen in denen man vllt einen crepe machen kann. es ist schlicht und ergreifend ein horror dort zu kochen. die messer sind stumpf bis zum geht nicht mehr und es gibt auch nur 3. vorgestern regnete es tatsächlich mitten in die küche rein. das wasser im eimer unter dem loch war gelb. lovely! im kühlhaus findet man schälchen mit essen die dort schon min. seit 2 wochen stehn. fühlt sich anscheinend auch niemand verantwortlich für. mein erster eindruck als ich in die küche kam, war PTUZEN PUTZEN PUTZEN. alles raus, und alles sauber machen. es ist einfach nur wiederlich diesen raum zu betreten.

mein lieblingsthema nr. 2 sind die mitbewohner. ein von sich aus schon sehr heikles thema. wg = ach du scheiße, weg von hier. aber gut, ich habe mich zunächst überwunden und wir sind hier gelandet. die meisten hier vertretenen nationalitäten sind ertragbar. in der regel verhalten sich die asiaten, araber,südamerikaner und europäer vernünftig. das RIESEN problem sind die amis. eine RIESIGE grupper sind am gleichen tag wie wir angekommen und wie ein schwarm blutsaugender fledermäuse über das haus hergefallen. ein horror. seit letzter woche mittwoch schreien sie konsequent jeden abend durchs ganze haus. und da hier weder verhaltensregeln herrschen noch die rezeption nachts besetzt ist, kann den idioten niemand die meinung geigen und wir haben niemanden zum beschweren. denen etwas persönlich zu sagen ist ziemlich sinnlos, wie wir gestern nacht bei dem wochenhöhepunkt festgestellt haben. im gegensatz zu den vorangegangenen abenden war bereits gegen 12 uhr ruhe, allerdings auch nur bis 3. von 3 wurde konsequent bis 5 uhr auf dem flur direkt vor unserer tür rumgeschrien. denis erschien dann mal kurz auf dem flur, es folgte ein kurzes sorry, und nix weiter. das geschrei dauerte an. das resultat war eine sehr kurze nacht und heute morgen eine äußerst missmutige und müde caro.

die generelle wohnungssituation hat sich aber heute abend sehrst wahrscheinlich zum positiven gewundert. nachdem wir hier ca 4 tage hier waren und ich meinen ersten nervenzusammenbruch hinter mir hatte, kamen wir zu dem schluss, dass wir vllt umziehen sollten. gesagt, getan. direkt am nächsten morgen haben wir im internet nach passenden apartments gesucht und sogar 3 wohnungsbesichtigungen festgemacht. die waren allerdings alle eher enttäuschend. die lage zweier apartments war perfekt, allerdings die raumaufteilung in beiden fällen nicht der knüller. ein one bedroom apartment etwas außerhalb war so verdreckt und zugemüllt dass wir bereits nach der besichtigung des 1. zimmers gesagt haben, dass wir es nicht wollen. die maklerin war genauso eine richtig blöde kuh. wir waren ein wenig unter zeitdruck auf dem weg zu der besichtigung und denis hatte leider vergessen sich zu informieren wo wir denn hinmüssen, sodass wir zunächst ein wenig planlos durch die gegend irrten. wir haben aber immerhin rechtzeitig bescheid gesagt, dass wir später kommen, ca. 10 min. als wir letzendlich ankamen waren wir 15-20 min zu spät, weil wir uns einfach verlaufen haben. aber diese alte war einfach so unfreundlich, und hat uns zur begrüßung erst mal richtig blöd von der seite angemacht. unverschämtheit, ne halbe stunde zu spät zu kommen, sie hätte in der zeit ja 3 mal bis nach hause fahren können, es würden noch andere termine und wohnungsbesichtigungen folgen und die wären jetzt alle spät dran wegen uns... und so weiter und so weiter. naja. das apartment war scheiße, die maklerin war scheiße, wir habens nicht genommen und sind wieder gefahren. die anderen beiden apartments mitten in der city sahen vielversprechender aus. beide ziemlich zentral gelegen in RIESIGEN türmen, mit security eingang und beide jeweils mit kostenlosen indoor pool und gym. im ersten hätten wir allerdings im wohnzimmer wohnen müssen, abgetrennt hinter einem vorhang, auf 2 kleinen matrazen. ok, nichts für mich. im 2. apartment hätten wir zwar ein eigenes zimmer gehabt allerdings mit einem hochbett. nicht gerade das, was man sich so wünscht. außerdem war diese kleine wohnung mit 6 leuten insgesamt einfach überfüllt. heute meldete sich die frau die uns gestern die beiden apartments in den türmen gezeigt hatte, sie hätte noch ein angebot für uns, wenn wir möchten. da ham wa  natürlich schnell zugesagt. besichtigung war heute abend um 6. auch wieder sehr zentral gelegen, in einem riesigen turm mit security eingang und portier. dieser turm hat auch einen indoor pool und ein gym, aber dazu kommen noch ein whirlpool, ein raum mit tischtennisplatte, und jetzt kommt der knüller, einem indoor golfraum! :D den raum den sie uns zeigen wollte, befand sich mal eben im 45. stock. momentan wohnen da noch 5 leute insgesamt. die schwester der maklerin, ein französisches und ein chilenisches paar. die wohnung war super und einfach alles toll. letztendlich hat es folgendermaßen geendet. denis und ich werden vorraussichtlich, da wir noch keinen mietvertrag unterschrieben haben, ein 2 wochen, also am 20.9. einziehen. JUHUUUUUU das französische paar wird wieder nach frankreich fliegen und das chilenische paar haben wir quasi rausgeschmissen. die chilenen wohnen leider grade noch im wohnzimmer. wenn man also die wohnung betritt steht man erst mal einem riesigen lila vorhang gegenüber, hinter dem sie ihr matrazenlager aufgeschlagen haben. das ist nicht sehr schön, außerdem ist die wohnung dann wieder so überfüllt. mag ich nicht. die maklerin bot uns als an, wenn wir möchten, können wir das wohnzimmer auch "mieten", dann würden die chilenen ausziehen, wir müssten nur ein wenig mehr bezahlen. da die entscheidung bei mir lag, hehe, mussten sie gehn. aber es ist jetzt nicht so schlimm, wie es sich anhört. den chilenen wird eine unterkunft angeboten, die ungefähr ihrer jetzigen entspricht. sie haben 2 wochen um sich etwas anderes zu suchen, wenn ihnen die alternative nicht gefällt. und in sydney sind 2 wochen wirklich viel zeit wenn man umziehen möchte, da wirklich überall und ständig zimmer in wgs angeboten werden. es wird also folgendermaßen aussehen. wir werden uns diese wohnung zu 3. teilen. die 3. ist eine koreanische studentin. wenn die annähernd so nett ist wie ihre schwester, die maklerin, werden wir keine probleme mit ihr haben. denis ist sowieso schon glücklich, da er eine eigene, saubere und funktionierende küche haben wird. uns wurde zugesichert, dass für den preisaufschlag bei der miete, der eigentliche vermieter auch noch eine komplette wohnzimmer einrichtung mit bettsofa, tivi und tisch kaufen würde. na was will man mehr :D die nächsten 2 wochen können wir es also ziemlich locker angehen lassen, da wir wissen, das grauen hat ein ende.  der arme denis musste allerdings im vorfeld ein wenig leiden. ich hatte mich nämlich bei meiner sprachschule erkundigt, wie es mit einem wohnungswechsel aussieht da ich die unterkunft vor reiseantritt bereits komplett im vorraus bezahlen musste. da mir die unterkunft durch die sprachschule vermittelt worden war, wollte die zuständige mitarbeiterin von mir wissen, warum ich ausziehen möchte. man bemerke: ich habe mich nicht beschwert, ich bin nach den gründen für meinen gewünschten auszug gefragt worden und habe lediglich wahrheitsgemäß geantwortet. ich habe ihr also erzählt, dass ich mich dort nicht wohlfühle, mich alles anekelt und ihr auch einige beispiele genannt. das alles veranlasste sie dazu, dem manager unserer unterkunft eine mail zu schreiben und ihn auf die missstände anzusprechen. der manager hat es ganz offensichtlich als beschwerde aufgefasst, da er denis, als er ihm heute tagsüber begegnete, leider auf diese mail ansprach. er war zwar nicht böse aber trotzdem wohl ein wenig angepisst. schade für denis, da er damit eigentlich nix zu tun hatte. aber gut. ist passiert und ich krieg wohl auch noch  mein fett weg...

 

1 Kommentar 3.9.08 13:13, kommentieren

NO. 1 Bullet of the week

eigentlich sind es 2 bullets.

hier die erste:

denis hat VIELLEICHT seinen koffer wieder. gestern hieß es, in canberra wäre ein ähnlicher koffer gefunden worden. aber man wolle das erst nachprüfen, bevor er sich irgendwelche hoffnungen machen sollte. als er dann jedoch heute im internet sich den status seiner gepäcksuche angeguckt hat, oh wunder, die anzeige hatte sich geändert. normalerweise hieß es dort: search continues. mittlerweilse steht da: item found, comfirmation pending. für die leser, die nicht des englischen mächtig sind, hier die übersetzung. der gegenstand, also der koffer, wurde gefunden. eine bestätigung muss allerdings noch abgewartet werden. daher fährt denis morgen also zur abwechslung mal ein wenig besserer hoffnung zum flughafen um nachzufragen, wie denn nun der stand der dinge ist. sollte es allerdings nicht sein koffer sein, kriegen wir spaß. bis jetzt ist die airline nämlich der meinung, nein, wir müssen nix bezahlen. na das freut einen doch. man muss dort zunächst sowieso ein formular ausfüllen mit sämtlichen daten die man so hat. unter anderem muss man jedes teil das im koffer war, einzeln auflisten. ein beispiel wie die einteilung aussieht: no. / type/ gender/ colour/ material/ size/ brand/ date of purchase/ price of purchase (US$). denis hat schon vermutet, die machen dass, um einen weichzuklopfen, sodass man keine lust hat, das weiter zu verfolgen. aber HAHA. sie kennen mich nicht. mich kriegen sie nicht klein. ich LIEBE formulare. und noch vielmehr liebe ich es, sie auszufüllen. je mehr ich davon krieg, desto besser :D naja. wie gesagt, morgen gibts die vorläufige antwort.

 

und nun, zum bullet no. zwei:

wir haben uns heute aus unserem badezimmer ausgeschlossen. kurz vorweg erklärt, wir haben (glaub ich) das einzige zimmer in diesem ganzen student hostel  das ein eigenes bad hat. alle anderen müssen sich, nicht mit den angegebenen 3-4 das bad teilen, sonder mit min. 15. und nicht nur das klo, sondern auch die dusche. solang man das glück hat, dass da eine richtige duschtasse oder wenigstens eine badewanne drin ist. vorhang?fehlanzeige. normalerweise sind "dusche" und klo in einem voll gefliesten raum, mit ablauf im boden, und nur durch eine kleine wand getrennt. wenn man also duschen ist, besetzt man automatisch auch eins der wenigen klos. super erfindung. nun ja, zurück zum eigentlichen thema. wie gesagt, wir kamen vom abendessen nach hause und oh wunder, die tür zum klo war und ist verschlossen. wie das passiert ist? keine ahnung. fakt ist, der tünnes der hier tagsüber ein bisschen aufpasst, hat sich zunächst alle erdenkliche mühe gegeben. letztendlich klappte jedoch nix. er meinte dann, dass der manager der unterkunft wohl einen schlüssel hätte, ob wir denn da bis morgen mittag reinmüssten? mal überlegen. es war, als wir nach hause kamen, 7 uhr. morgen früh muss ich aufstehen und zur schule. außerdem liegt der ganze abend und die nacht noch vor uns. ACH QUATSCH, wer brauch schon ein bad? duschen, zähneputzen, waschen, all dass ist doch was für weicheier, für warmduscher. bloß schade, dass ich genau das bin! die möglichkeit eines dieser "öffentlichen" bäder zu benutzen ist auch nicht wirklich gegeben, da ja alles was man in so einem bad nun mal brauch, auch im bad ist. also gut verschlossen. er entschuldigte sich dann kurz und wollte später zurück kommen. nun ja, kurz denken, wir haben jetzt halb 12 und er ist bis jetzt nicht wiedergekommen. also denis so gegen halb 9 mal gucken war, war sein büro schon verrammelt. super! ich mag diese unterkunft immer mehr, immer mehr. ich glaub ich kann hier nie wieder weg. mensch was wird mein herz bluten, wenn ich hier ausziehen muss...

ein eigener eintrag über die unterkunft folgt auch noch.

2.9.08 15:22, kommentieren

sydney an sich

sydney ist eine sehr merkwürdige stadt. allein die tatsache, dass alle verkehrt rum fahren, macht es nicht wirklich einfacher. ich warte nur auf den tag, an dem er/wir überfahren werden, weil er beim bei rot über die straße rennen ständig in die falsche richtung guckt. nebenbei bemerkt, dieses bei rot über die straße rennen, etwas was denis sich natürlich sehr schnell von den australiern abgeguckt hat, kann ich überhaupt nicht leiden. ja mein gott, dann sind die grünphasen der fußgänger eben so kurz, dass sobald man bei grün die straße betreten hat auch schon wieder rot ist, aber das risiko dass man von einem der wahnwitzigen taxi- oder busfahrer überfahren wird ist doch überschaubarer. ich erwarte also mindestens einen verkehrsunfall innerhalb der nächsten 5 monate. warscheinlich wird des denis sein, nicht ich. ich bleib immer schön brav an der ampel stehen. außer denis zwingt mich ihm hinterher über ne rote ampel zu rennen. ansonsten hat sich mittlerweile auch unser wetter ein bisschen gebessert. es ist eigentlich den ganzen tag über sonnig, genießen kann ich das von halb 11 bis halb 5 ausm klassenzimmer raus. der denis der arme, der muss ja ständig durch die stadt hetzen und was erledigen. er war allerdings schon fleißig, das will ich nicht abstreiten. aber dazu später mehr. mittlerweile, so in der sonne gefällt mir sydney schon etwas besser. Denis würde ja gleich hier für min 5 Jahre hinziehen. aber von mir aus können wir das auch noch in 5 jahren machen. erst mal gucken was es noch so für nette plätze gibt. außerdem ist das alles noch so chaotisch in dieser stadt, bzw ich hab das chaos noch nicht durchblickt, sodass mich sowas eher abschrecken würde. ich habe da allerdings schon ein paar nette shopping locations ausfindig gemacht. falls also jemand zufällig zu besuch kommen möchte, ich kann euch da gerne rumführen. gegen ein kleines entgelt, oder ein paar schuhe. schuhe haben die hier nämlich eigentlich ganz schöne. aber alleine schuhe kaufen ist doof, also wirds zeit dass ich jemanden treffe, der das mit mir tut. ansonsten lässt sich über die mode noch sagen, sie ist kurz. nicht nur, weil bald sommer ist, nein, ichh habe das gefühl alle frauen tragen hochwasserhosen. gut, viele sind auch fett, vllt liegts daran!

NEWS: ich habe heute sushi probiert. denis hatte es zuerst probiert.meinte, ich sollte es auch mal tun. schmeckt komisch. weiss noch nicht, ob ich es mag. war auch eigentlich nicht original. eins zumindest, es war mit hühnchen. aber das war eigentlich ganz gut. das andere war mit lachs. das war komisch. aber viel mehr auswahl hatte ich auch nicht, aus den anderen ragten nur noch die schwänze von den ekligen fühlertieren hervor. und so ein ding krieg ich bestimmt nicht runter.

AUFGEPASST: es gibt keine omas und opas in sydney. als denis und ich heute ausnahmsweise mal bei einer grün(!) phase über die straße rannten, wurde uns schlagartig bewusst, eine arme kleine hutzeloma würde dass nie schaffen in der kurzen zeit die straße zu überqueren. im weiteren verlauf der überlegung stellten wir allerdgins fest, es gibt auch keine armen kleinen hutzelomas die über die straße wollen in sydney. eigentlich waren alle omas und opas die wir bis jetzt gesehen haben alte (wen wunderts) dreckige, crosige versoffene penner. die wollen nie über ne straße bei grün, die torkeln im kreis oder campieren vor katholischen kirchen.

KURIOSITÄT: die 50cent stücke sind min 3 mal so groß wie die  2$ stücke. das irritiert. du denkst du hast kein geld, aber hast wohl welches. dabei sind 2$ nicht wirklich viel. wir waren heute essen und ich war entsetzt, als ich den preis für das lachsfilet sah, 30$. so eine unverschämtheit. umgerechnet waren es dann ca. 19€. guuut, das werd ich noch lernen. und mit aufrunden als trinkgeld ist demzufolge auch nix. 10-15cent ist schon was unverschämt.

2.9.08 15:01, kommentieren

1. Tag

So, der erste Tag in Sydney ist quasi rum und so siehts bis jetzt aus:

Die Reise war gut, so gut wie eine 23 Stunden Reise nun mal sein kann. Alles fing super an, als auf dem Frankfurter Flughafen eine Bombe vermutet wurde als ein herrenloser Koffer gefunden wurde. SUPER. Alle Passagiere die zu den Gates wollten hatten leider Pech und mussten warten. Na gut, das ganze dauerte eine viertel Stunde und alles war wieder vorbei.

Das Entertainment Programm im Flugzeug war erstklassig. Wir hatten gefühlte 500 Kinofilme zur Auswahl, Klassiker, aber auch Neuheiten. Neben Fernsehserien und Radio konnte man auch Spiele, ähnlich wie auf ner Playstation spielen. Ich hatte also bestimmt die hälfte des ersten Fluges, knapp 5 Stunden, jemanden neben mir sitzen, der ständig "nein, scheiße, du wixxer" und ähnliches geschrien hat. Das war auch nicht weiter schlimm, da eh kaum Deutsche an Bord waren und die Stewardessen auch alle nur mehr oder eher weniger englisch sprechende Chinesinnen waren.Jedesmal wenn die Stewardessen vorbei kamen und uns fragten was wir denn gerne essen möchten, war es eine wahre Freude ihnen bei der Aufzählung der Speisen zuzuhören. Die waren wirklich sehr nett und immer sehr freundlich, bloß Englisch war größtenteils nicht ihre Stärke. Mit "Chicken" war man aber immer auf der sicheren Seite. Einen Vorteil hatte die lange Reise allerdings schon. Ich habe selten innerhalb so kurzer Zeit soviel gegessen.

1. Frühstück im Zug nach Frankfurt

2. Mittagessen, ein wenig im Flughafen Frankfurt

3. Mittagessen, kurz nach dem Start im Flugzeug

4. Snack, ca Hälfte der Strecke. Die Fluglinie bot zwischendurch kostenlose chin. Nudeln oder Sandwiches an.

5. Frühstück, kurz vor der Landung im Flugzeug

6.Frühstück, kurz nach dem Start im Flugzeug

7. Abendessen, kurz vor Landung in Sydney.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Flüge durchaus meinen hohen Ansprüchen gerecht wurden.

Nun ja, ob sich das auch über den weiteren Verlauf der Reise bis jetzt sagen lässt, wage ich mal vorsichtig zu bezweifeln.

Nach der Landung mussten wir uns schnellstmöglich durch das ein wenig verwirrende Zollsystem der Australier kämpfen, da der Fahrer der uns am Flughafen abholen sollte, nicht ewig warten würde. Zunächst ging auch alles gut. Dann allerdings geriet ich an den ersten Zollbeamten. Was ein Arschloch. Ich habe nix verstanden von dem was er gesagt hat. Als ich nachfragte was er denn gesagt hatte, könnte ja wichtig sein, kam wieder nur ein Gebrummel als Antwort. da er aber von sich aus nix mehr sagte, sagte ich einfach auch nix mehr. Denis hatte etwas mehr Glück bei seiner Zollbeamtin!  Er hat ihr warscheinlich einfach nur schöne Augen gemacht... Naja aber das Blatt mit dem Glück sollte sich noch wenden. Und zwar sofort. Bei der Gepäckausgabe. Mein Koffer kam, seiner nicht. Schade. Ein netter Herr schickte uns dann zum baggage service wo ein anderer netter Mann unsere Verlustanzeige aufnahm. Gestern abend meinte er zu uns, der Koffer wäre warscheinlich in Honkong stecken geblieben, da wäre noch viel Stress wegen Olmpia und den Paralympics. Er sollte dann heute nachmittag zu uns gebracht werden. Naja, jezt haben wir abends, aber der Koffer ist immer noch nicht da. Gott sei Dank hatte der Denis ein paar von seinen Klamotten in meinem Koffer, sonst könnte er jetzt in meinen T-Shirts rumlaufen. Die rosa Socken kommen spätestens dann, wenn morgen mein 2. und letztes Paar schwarze Socken aufgebraucht wird :D

 Zur Unterkunft bleibt nur eins zu sagen: crosig.

Erst mal war man von unserer Ankunft ein wenig überrascht. "Oh, wir wussten gar nicht dass ihr heute schon kommt. Euer Zimmer ist leider noch besetzt." Also wenn das nicht genau das ist was man hören möchte wenn man nach 23 Stunden unterwegs zum eigentlichen Bett kommt, dann weiss ich auch nicht. Aber wiedermal waren alle sehr nett und nach einen kurzen Telefonat wurden wir in ein Zimmer für eine Nacht gesteckt. Zunächst ging ich davon aus dass alle Zimmer in diesem Haus gleich aussehen und war auch dementsprechend geschockt. Es war ein Graus. 2 alte Metallbetten, versetzt im Raum stehend, etwas das wie ein kleiner Rollcontainer aussieht und ein Eckwaschbecken dass fast komplett von einem Bett verbaut wurde. Alles in Allem hatte das Zimmer wohl 9 quadratmeter. Das Bad bzw die Dusche musste ich auf dem Flur suchen und naja statt der angegebenen 4-5 Leute teilten sich min. 15 Leute ein Bad bzw. eine Dusche, die meistens auch noch beide in einem Raum waren. Sauber und hygienisch ist definitiv anders. Beim Duschen am nächsten Morgen kam leichter Ekel auf. Aber gut, unser Blatt hat sich gewendet. Nachdem wir sehr enthusiastisch um halb 7 aufgestanden sind, gott weiss warum, lagen wir nach einem kleinen frühstück um halb 9 wieder im bett und haben dieses bis halb 2 auch nicht mehr verlassen. Danach wurde ich gezwungen, jawohl gezwungen aufzustehen, und das obwohl ich noch müde war. Uns wurde dann glücklicherweise mitgeteilt, dass unser Zimmer doch schon fertig sei und wir es sobald wir möchten beziehen können. Unser Zimmer jetzt, ist verglichen mit dem was wir davor hatten, reinster Luxus. Verglichen mit dem was wir zuhause haben, eine Absteige. Aber gut, ich werde mich schon dran gewöhnen. Irgendwann. Immerhin haben wir jetzt ein eigenes Bad, wenn auch ohne Licht. Aber gut, da kann ich schon direkt anfangen mit Ansprüche runterschrauben.

Was wirklich auffällt, ist die Freundlichkeit der Menschen. Man wird ständig gefragt wie es einem geht, ob alles in Ordnung ist, ob man irgendwie behilflich sein kann. Das ist gerade am Anfang sehr praktisch wenn man doch noch eine Menge Hilfe brauch.

Der Denis, die Wurst, ist gleich mal everybodys darling geworden. Er konnte natürlich nicht aufhören damit zu prahlen, dass er ein Koch ist sodass jetzt heute der oberboss (?) ankam und meinte ob er nicht zu seinem geburtstag morgen was kochen möchte. Die nächste und letzte Viertelstunde der viertelstündigen Unterhaltung ging es dann darüber wie viele Personen da sind und was es denn sein sollte etc. Am Schluss durfte ich mir dann anhören, warum ich denn nix gesagt hätte. Ist klar!

Da Denis ja jetzt morgen warscheinlich den Kochlöffel schwingt wird unser Auflug in die City wohl noch dauern, aber ok.

Natürlich haben wir auch einen kleinen Ausflug durch unser Viertel gemacht. Das ist merkwürdig. Kleine "Design-cafes" sind direkt neben den übelsten Ramschkaschemmen. Außerdem hab ich das Gefühl, es rennen extrem viele Penner rum. Es ist ja auf Deutsch schon nicht schön angepöbelt zu werden, aber wenn man nix versteht ist es auch nicht wirklich angenehmer. Aber am Sonntag gibts ein großes Fest im Viertel, da der Park neu eröffent wird. Mal abwarten, ob es dann ein wenig schöner wird.

Ansonsten bleibt nur zu sagen, das Wetter ist mies.

3 Kommentare 28.8.08 14:48, kommentieren